Täter-Opfer-Ausgleich Bremen 

Schlichtungsraum in HemelingenSonstiges/KSKP-Projekte 2015-2016


Vom 01. Oktober 2015  bis 30. April 2016 führte der TOA Bremen e.V. an zwei Jugendfreizeitheimen in Bremen Nord sowie an zwei Oberschulen im Bremer Westen  Kleinprojekte im Rahmen zweier KSKP-Förderungen nach einem Konzept von Herrn Winter durch, das 2014/15 in einem Pilotversuch an der Oberschule Ronzelenstarße erfolgreich erprobt worden war:  http://a-c-s-t.tumblr.com/

Zur Prävention von Cyber-Stress in sozialen Netzwerken und der Vermeidung von leichtfertig begangenen Straftaten im Internet sowie zum konstruktiven Umgang mit bereits in sozialen Netzwerken geschehenen Konflikten wurden sogenannte "Anti-Cyber-Stress-Teamer" (ACST) auf peer-Ebene ausgebildet, an die sich Ratsuchende, Geschädigte und/oder Beschuldigte von sich aus wenden können. Diese Jugendlichen "Anti-Cyber-Stress-Teamer" (OS Ronzelenstraße) bzw. "Anti-Cyber-Stress-Helden"  (Oberschule im Park) oder das "Cyber-Crime-Rescue-Team" (Freizi Lüssum) sind inzwischen ausgebildet und tätig! Wie es für die jungen Menschen fast schon selbstverständlich ist, verfügen alle Teams auch über eigene Internetauftritte (s. Grafiken).

An der Oberchule im Park im Bremer Westen können Lehrkräfte an die dort vom TOA Bremen e.V. ausgebildeten "Anti-Cyber-Stress-Helden" bei Cyber-Konflikten verweisen. Auf deren Tumbr-Seite wird wie beim "AC-ST-Ronz"  - auch anonym unterstützt: Tumblr            ACST-tumblr 


Die Ausbildungen im Rahmen der beiden KSKP-Projekte  wurden im Bremer Westen  den SchülerInnen der 7. und 9. Klassen angeboten und im Bremer Norden für Besucherinnen und Besucher der Jugendfreizeitheime in Lüssum und Alt-Aumund. Die Fortbildungen bestanden aus den folgenden mit einander verbundenen Teilen:

a)        Aufklärung über u.a. straf- und zivilrechtliche Folgen von Cyber-Delikten und Attacken in Sozialen Netzwerken - so weit möglich getrennt durchgeführt in Jungen- und Mädchengruppen.

b)        Auswahl und Ausbildung von interessierten Jugendlichen zum „Anti-Cyber-Stress-Teamer“. Die Jugendlichen sollen ermuntert werden, in ihrer Schule jeweils zu zweit ein niedrigschwelliges Erst-Gesprächsangebot vorzuhalten, das möglichst über die Dauer der Maßnahme hinaus bestehen bleiben soll.

c)         Diese ausgebildeten SchülerInnen vor Ort („peers“) sollen für andere Betroffene, die die Schule besuchen, offene Sprechzeiten oder eine elektronische Form von Erreichbarkeit vorhalten. Hierbei werden die Jugendlichen von einem Professionellen bis Ende April begleitet und unterstützt.

d)        Die peers sollen in die Lage versetzt werden, Geschädigten und Beschuldigten von gravierenderen Attacken in Sozialen Netzwerken bzw. bei schwereren Übergriffen an die Pädagogen der Schule, an die Schlichtungsstellen des TOA, an psychosoziale Hilfeangebote vor Ort und/oder an die Polizei bzw. das Familiengericht (zur Erwirkung einer EAGS) zu vermitteln.